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4. August 2009 - Bielefeld
Orangensaft ist ein Zahnschmelzkiller

Säurehaltige Getränke schaden den Zähnen deutlich mehr als bisher angenommen. Vor allem Orangensaft ist echtes Zahn-Gift.
So belegt eine neue Studie aus den USA, dass der sommerliche Durstlöscher die Zahnoberfläche sehr viel stärker angreift als das Bleichungsmittel Wasserstoff-peroxid (H2O2).
Für ihre Studie hatten die Wissenschaftler 40 menschliche Zahnschmelzprüfkörper verwendet. 15 wurden für die Bleichbehandlung genutzt, 15 in Orangensaft getaucht und zehn zur Kontrolle in Kochsalzlösung gehalten.
Vor Versuchsbeginn wurde die Mikrohärte der einzelnen Proben gemessen und die Oberflächen-struktur mit einem Mikroskop erfasst.
Anschließend wurden die Prüfkörper in fünf Zyklen jeweils 20 Minuten lang entweder mit Orangensaft oder mit sechsprozentiger Wasserstoffperoxid-Lösung behandelt.
Auf diese Weise wollte man den gleichen Effekt erzielen, als wenn man Orangensaft regelmäßig über einen Zeitraum von fünf Tagen trinkt.
Um die realen Bedingungen in der Mundhöhle zu simulieren, wurden die Prüfkörper zwischen den Tests in Speichel aufbewahrt.
Abschließend wurden die Mikrohärte und die Oberflächenstruktur der einzelnen Prüfkörper erneut gemessen – mit erschreckendem Ergebnis:
Nach dem wiederholten Eintauchen in Orangensaft hatte sich die Härte der Zahnschmelzoberfläche um 84 Prozent verringert.
Die Struktur der Oberfläche war außerdem deutlich aufgeraut. Bei den Proben, die mit H2O2 oder Kochsalzlösung behandelt worden waren, konnten die Wissenschaftler hingegen keine ent-scheidenden Unterschiede feststellen – weder in der Härte noch in der Oberflächen-Beschaffenheit.